CBG vs CBD: Der vollständige Vergleich der beiden Cannabinoide

CBG vs CBD: Der vollständige Vergleich der beiden Cannabinoide

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CBG und CBD sind zwei nicht-psychoaktive Cannabinoide der Cannabispflanze, die sich in ihrer Konzentration, Rezeptor-Bindung und therapeutischen Anwendung grundlegend unterscheiden. Während CBD als etabliertes Cannabinoid etwa 20% der Pflanzenmasse ausmacht, ist CBG mit nur 1% deutlich seltener – dafür aber als biochemische Vorstufe aller anderen Cannabinoide von zentraler Bedeutung. Mehr erfahren zum Cannabinoid CBG.

CBG vs CBD – das Wichtigste in Kürze

  • CBG ist biochemisch die Vorstufe von CBD, weshalb CBG Pflanzen deutlich früher geerntet werden müssen und CBG im Vergleich zu CBD wesentlich seltener und aufwendiger in der Produktion ist
  • CBG Blüten enthalten naturbedingt nur etwa 0,0% bis 0,1% THC, während CBD Blüten häufig gewaschen oder technisch behandelt werden müssen, um gesetzliche THC Grenzwerte einzuhalten
  • CBD dominiert mengenmäßig die Cannabispflanze, während CBG in sehr niedriger Konzentration vorkommt, was CBG Produkte meist teurer, aber auch ursprünglicher macht
  • CBG wird von erfahrenen Konsumenten gezielt mit CBD oder THC kombiniert, da es die Aufnahmefähigkeit des Körpers für Cannabinoide erhöhen kann und so den Entourage Effekt verstärkt
  • CBG gilt im Vergleich zu CBD als weniger standardisiert, da Züchtung, Stabilität und Verfügbarkeit noch stark variieren, während CBD bereits industriell etabliert ist

CBG und CBD machen jedoch nur einen Teil des chemischen Spektrums der Hanfpflanze aus. Die Welt der Cannabinoide umfasst eine Vielzahl weiterer Verbindungen, die in Hanf vorkommen. Vor allem CBG dient als Vorläufer für andere Cannabinoide wie CBD und THC. Insbesondere in der Hanfpflanze finden sich zahlreiche Cannabinoide, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften und Potenziale besitzen.

CBG und CBD im direkten Vergleich: Die wichtigsten Unterschiede

Der wesentliche Unterschied zwischen CBG und CBD liegt in ihrer Position innerhalb der Cannabinoid-Hierarchie und ihrer Verfügbarkeit in der Hanfpflanze. CBG gilt als „Mutter-Cannabinoid”, da Cannabigerol die biochemische Vorstufe ist, aus der sich während der Pflanzenreifung sowohl CBD als auch Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabichromensäure (CBCa) entwickeln.

Eigenschaft

CBG (Cannabigerol)

CBD (Cannabidiol)

Konzentration in der Pflanze

Ca. 1 % (Minor-Cannabinoid)

Ca. 20 % (Major-Cannabinoid)

Rezeptor-Bindung

Direkte Bindung an CB1 und CB2 Rezeptoren

Indirekte Modulation des Endocannabinoid Systems

Forschungsstand

Frühe Entwicklungsphase, wachsend

Umfangreich erforscht, etabliert

Verfügbarkeit

Begrenzt, teurer

Weit verbreitet, günstiger

Erntefenster

Frühe Blütephase

Reife Cannabispflanzen

Die Klassifizierung als Minor- bzw. Major-Cannabinoid hat weitreichende Konsequenzen für Preis und Verfügbarkeit. Um CBG in höheren Mengen zu gewinnen, müssen Cannabis Pflanzen in einem frühen Entwicklungsstadium geerntet werden – bevor enzymatische Prozesse das CBG in andere Cannabinoide umwandeln. Diese Besonderheit macht CBG Produkte grundsätzlich kostenintensiver als vergleichbare CBD Produkte.

Rechtlich sind beide Substanzen in Deutschland gleichgestellt: Sowohl CBD als auch CBG sind legal erhältlich, solange der THC-Gehalt unter 0,3% liegt. Diese Regelung ermöglicht Dir den freien Zugang zu beiden Phytocannabinoiden ohne rechtliche Einschränkungen.

Unterschiedliche CBD und CBG Pflanzen

Wirkungsweise im Körper: Wie CBG und CBD unterschiedlich agieren

CBG und CBD interagieren auf fundamental unterschiedliche Weise mit Deinem Endocannabinoid System – ein Unterschied, der ihre jeweiligen Effekte maßgeblich bestimmt. Während CBG direkt an Cannabinoid-Rezeptoren bindet, moduliert CBD das System indirekt durch Beeinflussung körpereigener Verbindungen, wobei beide Cannabinoide unter anderem auch auf andere Rezeptoren und Systeme im Körper wirken können. Mehr erfahren zur Wirkung von CBG.

CBG: Der direkte Weg zu den Rezeptoren

Cannabigerol weist eine molekulare Struktur auf, die eine direkte Bindung an CB1 und CB2 Rezeptoren im Gehirn ermöglicht. Diese Bindungsmechanismen ähneln denen von THC, erzeugen jedoch keine psychoaktiven Effekte. Die direkte Interaktion mit CB1 Rezeptoren erklärt das Potenzial von CBG für kognitive Fokussierung und Aufmerksamkeit.

Zusätzlich agiert CBG als potenter Agonist an α2-Adrenozeptor-Stellen, was die sedierenden und schmerzlindernden Eigenschaften aktiviert. An 5-HT1A-Serotoninrezeptoren zeigt CBG moderate antagonistische Aktivität – ein weiterer Wirkmechanismus für Stimmung und neurologische Prozesse.

CBD: Der indirekte Modulator

Cannabidiol bindet nicht mit hoher Affinität an CB1 und CB2 Rezeptoren. Stattdessen verstärkt CBD die Wirkung körpereigener Endocannabinoide, insbesondere Anandamid (auch „Glücksmolekül” genannt). Gleichzeitig hemmt CBD Enzyme wie FAAH, die diese natürlichen Verbindungen abbauen.

Diese indirekte Wirkungsweise erklärt, warum die Effekte von CBD oft als subtiler und systemischer beschrieben werden. CBD beeinflusst zusätzlich Serotonin-, Vanilloid- und Adenosin-Rezeptoren, was sein breites Anwendungsspektrum begründet.

Rezeptor-Typ

CBG-Interaktion

CBD-Interaktion

CB1 Rezeptoren

Direkte Bindung

Geringe direkte Affinität

CB2 Rezeptoren

Direkte Bindung

Modulierende Wirkung

5-HT1A (Serotonin)

Moderater Antagonismus

Agonistische Wirkung

TRPV1 (Vanilloid)

Moderate Aktivität

Starke Aktivierung

FAAH-Enzym

Hemmung

Hemmung

Die unterschiedlichen Bioverfügbarkeiten beider Wirkstoffe hängen stark von der gewählten Einnahmeform ab. Sublingual verabreichtes Öl erreicht bei beiden Substanzen eine vergleichbare Absorptionsrate, wobei CBG aufgrund seiner direkten Rezeptorbindung tendenziell schneller wahrnehmbare Effekte zeigen kann.

Therapeutische Vorteile: CBG vs CBD in der Anwendung

Beide Cannabinoide bieten therapeutisches Potenzial, unterscheiden sich jedoch in ihren primären Anwendungsbereichen. CBD glänzt bei Angststörungen und Schlafunterstützung, während CBG besondere Stärken bei Fokus, antibakteriellen Eigenschaften und neuroprotektiven Effekten zeigt.

Aspekt

CBG

CBD

Primäre Stärken

Fokus, Konzentration, antibakterielle Wirkung

Entspannung, Schlaf, Angstreduktion

Forschungstiefe

Vielversprechend, aber begrenzt

Umfangreich dokumentiert

Nebenwirkungsprofil

Trockene Augen, Appetitänderungen

Müdigkeit, Mundtrockenheit

Anwendungszeitpunkt

Tagsüber optimal

Abends bevorzugt

CBG-spezifische Eigenschaften

Die antibakteriellen Eigenschaften von CBG haben in der Forschung besondere Aufmerksamkeit erregt. Eine Studie der McMaster University (2020) demonstrierte die Wirksamkeit von Cannabigerol gegen methicillinresistente Staphylococcus aureus (MRSA) – ein bedeutsamer Befund angesichts zunehmender Antibiotikaresistenzen.

Im Bereich der Neuroprotektion zeigt CBG vielversprechendes Potenzial. Forschungen des Cajal-Instituts in Spanien (2015) identifizierten neuroprotektive Effekte in Mausmodellen für Huntington-Krankheit. Diese Ergebnisse legen nahe, dass CBG die Bildung gesunder Nervenzellen unterstützen könnte.

Weitere spezifische CBG-Eigenschaften umfassen:

  • Unterstützung bei der Regulierung des Augeninnendrucks (Glaukom-Forschung)

  • Potenzielle Appetitanregung ohne psychoaktive Effekte

  • Förderung von Konzentration und mentaler Klarheit

CBD-spezifische Eigenschaften

Die entzündungshemmenden und beruhigenden Wirkungen von CBD sind durch zahlreiche Studien belegt. Besonders hervorzuheben ist die Zulassung von Epidiolex (2018, FDA) – ein CBD-basiertes Medikament zur Behandlung bestimmter Epilepsieformen. Diese Anerkennung markiert einen Meilenstein für die wissenschaftliche Legitimierung von Cannabidiol.

Etablierte Anwendungsgebiete für CBD umfassen:

  • Unterstützung bei Angstzuständen und Beschwerden durch chronischen Stress

  • Förderung eines gesunden Schlafs und der Muskelregeneration

  • Linderung von Entzündungen und damit verbundenen Schmerzen

  • Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) prüft derzeit verschiedene CBD-Anwendungen, was die zunehmende wissenschaftliche Akzeptanz dieser Substanz unterstreicht.

CBD vs CBG im Labor

Der Entourage-Effekt: CBG und CBD in Kombination

Die Kombination von CBG und CBD verstärkt die Wirksamkeit beider Cannabinoide durch synergistische Effekte – ein Phänomen, das als Entourage Effekt bekannt ist. In Vollspektrum-Produkten kann neben CBD und CBG auch Cannabichromensäure (CBCa) enthalten sein, was den Entourage-Effekt zusätzlich unterstützt. Diese Wechselwirkung bedeutet, dass das Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide und Pflanzenstoffe eine stärkere Gesamtwirkung erzeugt als die Summe der Einzelwirkungen.

Wissenschaftliche Grundlage der Synergie

Der Entourage Effekt wurde erstmals 1998 von den israelischen Forschern Raphael Mechoulam und Shimon Ben-Shabat beschrieben. Ihre Forschung zeigte, dass Cannabinoide, Terpene und andere Bestandteile der Hanfpflanze in Kombination effektiver wirken als isolierte Reinsubstanzen.

Bei der Kombination von CBG und CBD ergänzen sich die unterschiedlichen Wirkmechanismen:

  • CBG aktiviert direkt die CB1 und CB2 Rezeptoren

  • CBD verstärkt gleichzeitig die körpereigene Endocannabinoid-Produktion

  • Beide hemmen FAAH-Enzyme, was die Anandamid-Konzentration erhöht

Praktische Anwendung von Kombinationsprodukten

Sogenannte Vollspektrum-Produkte enthalten neben CBD und CBG auch weitere Phytocannabinoide wie CBC (Cannabichromen) und CBN (Cannabinol). Diese Inhaltsstoffe arbeiten zusammen und können die gewünschten Effekte verstärken.

Dosierungsempfehlungen für die kombinierte Nutzung:

Erfahrungslevel

Startdosis CBD

Startdosis CBG

Verhältnis

Einsteiger

10-15 mg

5-10 mg

2:1

Fortgeschritten

20-30 mg

10-15 mg

2:1

Erfahren

Nach Bedürfnissen individuell anpassen

Nach Bedürfnissen individuell anpassen

1:1 bis 3:1

Beginne mit niedrigen Mengen und steigere die Dosierung schrittweise über mehrere Wochen. Diese Vorgehensweise ermöglicht Dir, die optimale Dosis für Deine individuellen Bedürfnisse zu finden. Mehr erfahren zu Erfahrungsberichten zur CBG Wirkung.

Produktformen und Anwendung: CBG vs CBD im Alltag

Sowohl CBG als auch CBD sind in verschiedenen Produktformen erhältlich, wobei sich Verfügbarkeit und Konzentration deutlich unterscheiden. Die Form des Produkts – ob Öl, Kapsel oder Creme – hat einen entscheidenden Einfluss auf die Anwendung und Wirksamkeit von CBG und CBD, da sie die Vielseitigkeit und den Einsatzbereich der Cannabinoide bestimmt. CBD Produkte dominieren aufgrund der höheren Rohstoffverfügbarkeit den Markt, während CBG Produkte ein wachsendes Segment darstellen.

Verfügbare Produktformen im Vergleich

Produktform

CBD

CBG

Anmerkungen

Öle/Tropfen

Weit verbreitet (5-30 %)

Verfügbar (5-15 %)

CBG Öl meist niedrigere Konzentration

Kapseln

Standardprodukt

Begrenzt verfügbar

Präzise Dosierung möglich

Isolate

99 % Reinheit erhältlich

99 % Reinheit erhältlich

Für maximale Potenz

Cremes/Topicals

Breites Angebot

Zunehmend verfügbar

Lokale Anwendung

Vollspektrum

Marktstandard

Als Bestandteil

Enthält beide Cannabinoide

Dosierungsunterschiede

CBD-Produkte werden typischerweise in höheren Konzentrationen angeboten als CBG-Produkte. Eine übliche CBD-Öl-Konzentration liegt bei 10-20 %, während CBG Öl häufig 5-10 % Wirkstoffgehalt aufweist. Diese Unterschiede spiegeln die Verfügbarkeit der Rohstoffe wider.

Einnahmeempfehlungen:

  • Morgens: CBG-betonte Produkte für Fokus und Konzentration

  • Abends: CBD-betonte Produkte für Entspannung und Schlaf

  • Über den Tag: Kombinationsprodukte für ausgewogene Effekte

Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis für CBG liegt aufgrund der aufwendigeren Gewinnung deutlich über dem von CBD. Du kannst mit folgenden Richtwerten rechnen:

  • CBD Öl (10 %): 30-60 € pro 10 ml

  • CBG Öl (10 %): 50-100 € pro 10 ml

  • Kombinationsprodukte: Zwischen beiden Preisbereichen

Bei der Produktauswahl solltest Du neben dem Preis auch auf Qualitätsmerkmale wie unabhängige Laboranalysen, Bio-Zertifizierung und transparente Herkunftsangaben achten.

Nebenwirkungen und Sicherheit: CBG vs CBD im Vergleich

Beide Cannabinoide gelten als sicher und gut verträglich, weisen jedoch unterschiedliche Nebenwirkungsprofile auf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte CBD 2017 als sicher ein – eine Einschätzung, die aufgrund struktureller Ähnlichkeiten auch für CBG als relevant betrachtet wird.

Vergleich der möglichen Nebenwirkungen

Nebenwirkung

CBG

CBD

Mundtrockenheit

Selten

Häufig

Müdigkeit

Selten

Häufig

Trockene Augen

Häufig

Selten

Appetitänderungen

Möglich (Steigerung)

Möglich (Reduktion)

Verdauungsbeschwerden

Selten

Gelegentlich

Blutdruckänderungen

Möglich

Möglich

Die unterschiedlichen Nebenwirkungsprofile lassen sich auf die verschiedenen Wirkmechanismen zurückführen. CBDs häufig berichtete Müdigkeit hängt mit seiner beruhigenden Wirkung zusammen, während CBGs trockene Augen mit dessen Einfluss auf den Augeninnendruck korrelieren könnten.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Beide Wirkstoffe beeinflussen das Cytochrom-P450-Enzymsystem in der Leber, das für den Abbau vieler Medikamente verantwortlich ist. Diese Interaktion kann die Wirksamkeit bestimmter Arzneimittel beeinflussen.

Besondere Vorsicht bei:

  • Blutverdünnern (Warfarin, Phenprocoumon)

  • Benzodiazepinen und Sedativa

  • Antiepileptika

  • Immunsuppressiva

  • Bestimmten Herz-Kreislauf-Medikamenten

Konsultiere vor der Verwendung von CBG oder CBD unbedingt einen Arzt, wenn Du regelmäßig Medikamente einnimmst. Diese Empfehlung gilt besonders für Schwangere, Stillende und Personen mit Vorerkrankungen.

Empfehlungen zur Risikominimierung

  1. Starte mit der niedrigsten empfohlenen Dosierung

  2. Beobachte Deinen Körper sorgfältig in den ersten Wochen

  3. Führe ein Tagebuch über Einnahme und beobachtete Effekte

  4. Wähle Produkte mit unabhängigen Laboranalysen

  5. Informiere Deinen Arzt über die Verwendung

CBD oder CBG Pflanzen im Wachstumsprozess

Entscheidungshilfe: Wann CBG, wann CBD, wann beide?

Die Wahl zwischen CBG und CBD hängt von Deinen individuellen Bedürfnissen, dem gewünschten Anwendungszeitpunkt und Deinem Budget ab. Diese praktische Entscheidungsmatrix hilft Dir bei der Orientierung.

Dieser Artikel und Beitrag wird regelmäßig aktualisiert, um die neuesten Erkenntnisse zu CBG und CBD zu berücksichtigen.

Entscheidungsmatrix nach Zielsetzung

Dein Ziel

Empfehlung

Begründung

Fokus und Konzentration tagsüber

CBG

Direkte Rezeptorbindung fördert mentale Klarheit

Entspannung und Schlaf

CBD

Etablierte beruhigende Effekte

Allgemeine Unterstützung der Gesundheit

Kombination

Entourage Effekt maximiert Nutzen

Entzündungen und Schmerzen

CBD oder Kombination

Umfangreiche Forschung zu CBD

Antibakterielle Unterstützung

CBG

Spezifische Forschungsergebnisse

Budget-bewusster Einstieg

CBD

Bessere Verfügbarkeit, niedrigerer Preis

Szenarien für die Produktwahl

Wähle CBG, wenn Du:

  • Tagsüber mentale Klarheit und Fokus suchst

  • Von den antibakteriellen Eigenschaften profitieren möchtest

  • Appetitanregung erwünscht ist

  • Bereits Erfahrung mit CBD hast und Alternativen erkunden willst

Wähle CBD, wenn Du:

  • Entspannung und besseren Schlaf anstrebst

  • Neu im Bereich der Cannabinoide bist

  • Ein etabliertes Produkt mit umfangreicher Forschung bevorzugst

  • Preisbewusst einkaufen möchtest

Wähle eine Kombination, wenn Du:

  • Maximale Synergie durch den Entourage Effekt wünschst

  • Unterschiedliche Bedürfnisse zu verschiedenen Tageszeiten hast

  • Langfristige, ganzheitliche Unterstützung suchst

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Produktauswahl

  1. Definiere Dein Hauptziel – Was möchtest Du primär erreichen?

  2. Bestimme den Anwendungszeitpunkt – Tagsüber (CBG-Tendenz) oder abends (CBD-Tendenz)?

  3. Lege Dein Budget fest – CBG ist teurer, CBD günstiger

  4. Wähle die Produktform – Öl für flexible Dosierung, Kapseln für Präzision

  5. Prüfe die Qualitätsmerkmale – Laboranalysen, Bio-Zertifizierung, Herkunft

  6. Starte mit niedriger Dosierung – Steigere bei Bedarf schrittweise

  7. Dokumentiere Deine Erfahrungen – Für optimale Anpassung

Häufig gestellte Fragen zu CBG vs CBD

Ist CBG oder CBD besser für Einsteiger geeignet?

Für Einsteiger ist CBD die bessere Wahl. Der Grund liegt im umfangreicheren Forschungsstand, der breiteren Produktverfügbarkeit und dem günstigeren Preis. CBD-Produkte sind zudem in vielfältigeren Konzentrationen erhältlich, was eine sanftere Dosierungsanpassung ermöglicht. Nach ersten Erfahrungen mit CBD kannst Du CBG als Ergänzung oder Alternative erkunden.

Können CBG und CBD gleichzeitig eingenommen werden?

Ja, CBG und CBD können problemlos gleichzeitig eingenommen werden. Die Kombination ist sogar empfehlenswert, da beide Cannabinoide durch den Entourage Effekt synergistisch wirken. Vollspektrum-Produkte enthalten bereits beide Substanzen in natürlichem Verhältnis. Bei separater Einnahme kannst Du CBG morgens für Fokus und CBD abends für Entspannung nutzen.

Wie unterscheiden sich die Preise von CBG- und CBD-Produkten?

CBG-Produkte kosten typischerweise 50-100 % mehr als vergleichbare CBD-Produkte. Ein 10-ml-Fläschchen CBG Öl (10 %) liegt bei etwa 50-100 €, während CBD Öl derselben Konzentration 30-60 € kostet. Diese Preisdifferenz resultiert aus der geringeren CBG-Konzentration in der Hanfpflanze (1 % vs. 20 %) und dem aufwendigeren Extraktionsprozess.

Welches Cannabinoid wirkt schneller?

CBG zeigt aufgrund seiner direkten Bindung an CB1 und CB2 Rezeptoren tendenziell schnellere Effekte. Während CBD indirekt über die Modulation körpereigener Endocannabinoide wirkt, dockt CBG unmittelbar an den Rezeptoren an. Bei sublingualer Einnahme (unter der Zunge) können CBG-Effekte innerhalb von 15-30 Minuten spürbar werden, CBD benötigt oft 30-60 Minuten.

Gibt es Unterschiede in der Legalität von CBG vs CBD?

In Deutschland sind sowohl CBG als auch CBD legal, solange der THC-Gehalt unter 0,3 % liegt. Beide Substanzen sind nicht psychoaktiv und fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Diese rechtliche Gleichstellung gilt für alle Produktformen – von Ölen über Kapseln bis zu Cremes. Beim Kauf solltest Du auf Laboranalysen achten, die den THC-Gehalt bestätigen. Die Besonderheit an CBG ist, dass sich diese naturgemäß <0,1% THC befinden, während CBD Produkte meist <0,3% THC beinhalten.

Wie erkenne ich qualitativ hochwertige CBG- und CBD-Produkte?

Qualitativ hochwertige Cannabinoid-Produkte erkennst Du an mehreren Merkmalen:

  • Unabhängige Laboranalysen: Prüfzertifikate (Certificate of Analysis) bestätigen Reinheit und Wirkstoffgehalt

  • Transparente Herkunft: Angaben zur Herkunft des Hanfs und zur Anbauweise

  • Bio-Zertifizierung: Garantiert pestizidfreien Anbau

  • CO2-Extraktion: Gilt als sauberstes Extraktionsverfahren

  • Vollständige Produktinformationen: Klare Angaben zu allen Inhaltsstoffen und Dosierung

  • Seriöser Anbieter: Erreichbarer Kundenservice und transparente Firmendaten

Vermeide Produkte ohne Laboranalysen oder mit unrealistischen Heilversprechen. Seriöse Anbieter kommunizieren offen über Grenzen und Möglichkeiten ihrer Produkte.


About the author

Johannes Max Harms

As one of the pioneers of the German cannabis scene, Johannes Harms has developed over the years into one of the most sought-after cannabis experts in Europe. Driven by his passion for cannabinoids, he has specialised in the formation of terpenes in the cultivation of photoperiod cannabis plants. Thanks to his in-depth knowledge in the field of sensory and microbiological testing, he has been part of an independent sensory panel for several years.

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